Auf fotoreise mit dem Leofoto Ranger LS-365c

Ein Stativ eröffnet mehr Möglichkeiten, interessante und kreative Fotos zu machen. Es lohnt jedoch immer die Überlegung, ob man tatsächlich ein Stativ mitnimmt. „Zu schwer“ oder „zu klobig“ werden oft als Gründe genannt, um das Stativ meistens doch zu Hause zu lassen. Die Lösung sind Carbon-Stative. Sie sind leicht und haben oft ein kleines Packmaß, aber sie sind trotzdem stark und überraschend stabil. Das Leofoto Ranger LS-365C ist so ein vielseitiges, kompaktes und leichtes Stativ. In Kombination mit einem LH-55 Kugelkopf ist es ein wahrer Allrounder für anspruchsvolle Fotografen.

Soweit die Theorie – doch wie steht es damit unter realen Begingungen?

Der Naturfotograf Gertjan Onvlee hat es auf seiner Solo-Reise in die norwegischen Berge getestet.

Leofoto Botschafter - Gertjan Onvlee

Gertjan Onvlee

Leofoto Markenbotschafter

Gertjan Onvlee

Gertjan Onvlee ist ein passionierter Natur- und Landschaftsfotograf. In den letzten Jahren hat er sich vor allem auf den hohen Norden (Skandinavien) konzentriert. Daß ein Stativ gut ist, ist für Gertjan unerläßlich. Er verwendet ein leicht zu tragendes, jedoch nichtdestoweniger stabiles Modell von Leofoto, nämlich das Ranger LS-365C mit dem LH-55 Kugelkopf.

Besuchen Sie seine Website: https://www.gertjanonvlee.com/

Der ideale Reisepartner für eine Solo-Tour in die norwegischen Berge?

Als Fotograf möchte man es sich in diesen Situationen so angenehm wie möglich machen, um den ganzen Tag durchhalten und die eine, einzigartige Aufnahme machen zu können. Vertrauen ist dabei eines der wichtigsten Dinge. Man muß Vertrauen in die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen haben, aber vor allem auch Vertrauen in die Ausrüstung, die man verwendet. Warum also sollte ich ein neues Stativ mitnehmen, das mir noch unbekannt ist?

Ehrlich gesagt, die Umstände, unter denen ich dieses Stativ und den Kugelkopf getestet habe, waren nicht immer die einfachsten.

- Gertjan Onvlee

Leofoto Ranger LS-365C – Rucksack mit Stativ im Schnee
Leofoto Ranger LS-365C – Rucksack mit Stativ im Schnee

Extrem solide

Obwohl Leofoto eine relativ junge Marke in der weiten Welt der Stative ist, wirken die Produkte "ausgereift". Die Verarbeitungsqualität, die Materialauswahl und die Haptik beim Anfassen der Stative sind sehr aufschlußreich. Alles fühlt sich sehr, sehr solide an! Degreef & Partner fragte mich, ob ich bereit sei, eines der neuen Stative auf Herz und Nieren zu prüfen und meine Erfahrungen mitzuteilen. Natürlich wollte ich – und vor allem möchte hier über meine bisherigen Erfahrungen mit Leofoto berichten.

Die Umstände waren nicht immer die einfachsten

Ehrlich gesagt, die Umstände, unter denen ich dieses Stativ und den Kugelkopf getestet habe, waren nicht immer die einfachsten. Sie belasteten sowohl mich als Naturfotograf als auch die Ausrüstung. Sehr tiefe Temperaturen, Starkwinde, Eis und Schnee sind hier Normalität.

Das Leofoto Ranger LS-365C Stativ bei niedriger Arbeitshöhe.
Das Leofoto Ranger LS-365C Stativ bei niedriger Arbeitshöhe.

Das Stativ: Ranger LS-365C

Das Leofoto LS-365C entstammt der Ranger-Serie – einer Stativreihe, die auf Robustheit, Tragbarkeit und Kompaktheit ausgelegt ist. Diese drei Eigenschaften machen diese Stative ideal für unterwegs.

  • Standfestigkeit – trotz extrem variabler Arbeitshöhen
    Mit Arbeitshöhen von 8 cm bis 152 cm (ohne Kugelkopf) hat man als Fotograf viel Freiheit, kreativ zu sein und unterschiedliche Blickwinkel zu nutzen.
  • Tragbarkeit – ein Leichtgewicht
    Dieses Stativ wiegt weniger als zwei Kilogramm (!). Das macht es zu einer sehr attraktiven Option für lange Fototouren – gleich ob quer durch Wälder oder bei kurzen Klettereinlagen.
  • Kompaktheit – kleines Packmaß
    Mit seinem kurzen Packmaß von nur 48 cm läßt es sich einfach außen an der Fototasche (oder am Rucksack) befestigen. Man läuft, ohne daß das Stativ irgendwie stört.

Alles Eigenschaften, die mich sofort begeisterten. Dennoch gab es etwas, das mich zunächst doch besorgt sein ließ. Zugunsten des kurzen Packmaßes von 48 cm hat dieses Stativ nämlich gleich fünf Beinsegmente – zwei mehr als ich es bisher gewohnt bin. Deshalb war ich im Zweifel, ob das Leofoto-Stativ mir die Stabilität geben würde, die ich für meine Arbeit verlange.

Leofoto Ranger LS365C Balhoofd LS55
Der Kugelkopf kann ein Gewicht von 25 kg tragen und ist mit einer Arca-Swiss-kompatiblen QP-70 Schnellwechselplatte ausgestattet.

Der Kugelkopf: LH-55

Ohne einen wirklich soliden Kugelkopf ist dieses Stativ natürlich nicht komplett. Der LH-55 ist der größte Kugelkopf im Leofoto-Sortiment. Er sollte problemlos in der Lage sein, mein 500-mm-Objektiv von Canon zu tragen. Der Hauptgrund für mich, gerade dieses Modell für den Test zu wählen, ist sein Kugeldurchmesser (55 mm). Eine große Kugel kann das hohe Gewicht des Objektivs leichter tragen. Der Vorteil hierbei ist, daß ich mit dem auf eine stärkere Friktion eingestellten Kugelkopf meine Kamera jederzeit loslassen kann, ohne daß sie abkippt.

Kurz gesagt, ich suchte nach einem Kugelkopf, der mir die Flexibilität eines Kardankopfs samt der Bequemlichkeit eines Kugelkopfs gibt. Auf diese Weise erspare ich mir den Stativkopfwechsel, wenn ich ein Weitwinkelobjektiv für Landschaften gegen ein 500-mm-Tele für Wildtieraufnahmen austausche. Ich suchte also einen Allrounder!

Leofoto Botschafter - Gertjan Onvlee - Polarfuchs
Foto von Gertjan Onvlee, mit bewußt eingesetzter Unschärfe – Polarfuchs

Gertjan Onvlee Musk Oxes
Foto von Gertjan Onvlee, mit bewußt eingesetzter Unschärfe – Moschusochsen

Fan unscharfer Aufnahmen

Bevor ich über meine Erfahrungen mit diesem Stativ-Set berichte, muß ich noch ein kleines Geständnis loswerden: Normalerweise nehme ich nur meine Landschaftsbilder vom Stativ aus auf. In allen anderen Situationen fotografiere ich mit dem Teleobjektiv aus der Hand.

Dafür gibt es zwei Gründe

Auch ohne Stativ sind meine Touren in die Berge schon anstrengend genug. Meine Fototasche wiegt schnell einmal 10 Kilogramm. Da bedeutet eine geringere Beladung der Tasche ganz einfach, daß ich jeden Tag eine längere Strecke zurücklegen kann.

Und daß ich ein großer Fan von Unschärfe in meinen Fotos bin, ist der zweite Grund, warum ich oftmals ohne Stativ arbeite. Damit man mich bitte nicht falsch verstehe: verwackelte Bilder werden gelöscht! Was ich jedoch meine, ist, daß ich gerne mit den Möglichkeiten der Unschärfe spiele, die das Objektiv bietet. Bei einem tiefen Blickwinkel etwa kann unscharfer Vorder- und Hintergrund dazu dienen, das Hauptmotiv sehr gut herauszustellen. Ein niedriger Standpunkt und Bewegungsfreiheit sind normalerweise zwei Faktoren, die keinen Gedanken an ein Stativ aufkommen lassen, oder? Von jetzt an aber doch!

Ein Kugelkopf für alle Aufgaben. Habe ich schon erwähnt, daß ich ein Fan davon bin?

- Gertjan Onvlee

Leofoto Ranger LS365C gebruik op locatie
Das Ranger LS-365C, kombiniert mit dem Kugelkopf LH-55, ist ein wahrer Allrounder für sehr anspruchsvolle Fotografen.

Einsatz vor Ort

Bereits am ersten Tag in den Bergen wurde mir klar, daß dieses Stativ nicht acht Tage lang in der Unterkunft liegenbleiben würde! Bei jedem Anstieg empfand ich, daß sich das zusätzliche Gewicht am Rucksack leichter als erwartet anfühlte. Deshalb konnte ich mir sogar erlauben, noch eine Thermosflasche mit Kaffee einzupacken (auch sehr wichtig). Perfekt!

Nicht zuletzt aufgrund des kurzen Stativ-Packmaßes findet sich am Fotorucksack leicht ein Platz, an dem es sich festmachen läßt. Dank dieser Kürze konnte ich durch die Wälder pirschen, ohne an irgendwelchen Ästen hängen zu bleiben. Kurz gesagt, ich habe gar nicht bemerkt, daß ich mit einem Stativ am Rucksack unterwegs war!

Man sollte sich vom handlichen Packmaß nicht täuschen lassen. Mit einer komfortablen, maximalen Arbeitshöhe von 152 cm hat man ein vollwertiges Stativ. Und wenn auch noch der Kugelkopf auf dem Stativ sitzt, mangelt es mir erst recht nicht an Arbeitshöhe!

Gertjan Onvlee mit Stativ bei der Arbeit vor Ort
Gertjan Onvlee mit Stativ bei der Arbeit vor Ort

Vorteile des Ranger LS-365C + LH-55

  • Bei tiefen Temperaturen ist es höchst angenehm, alles bedienen zu können, ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen. Darauf habe ich vor allem beim Kugelkopf geachtet. Die Bedienungselemente des Kugelkopfs LH-55 sind größer als bei anderen Modellen, das macht ihn für mich besonders attraktiv.
  • Der Kugelkopf kann ein enormes Gewicht tragen, weshalb ich ihm bedenkenlos mein schweres 500-mm-Objektiv anvertraut habe. Wie ich bereits erwähnte, fühlt sich alles sehr solide an.
  • Die horizontalen Bewegungen des Kugelkopfes sind bemerkenswert sanft und fließend. Zwar ist ein Kugelkopf für echte Video-Fans nicht die logische Wahl, aber mit dem LH-55 war es mir sogar möglich, einige Kurzfilme aufzunehmen.
  • Das Stativ ist unglaublich standfest für ein Modell, dessen Beine aus fünf Segmenten bestehen. Letztere machen es überdies kompakt und einfach zu transportieren.
  • Leofoto liefert dieses Stativ komplett mit einem Set aus Werkzeug und stabilen Spikes. Ideal für das Gebiet, in dem ich das Stativ testen konnte!
  • Die minimalen und maximalen Höhen des Stativs geben einem viel Raum, um kreativ sein zu können. Sehr nah am Boden zu arbeiten, kann im übrigen auch für die Makrofotografie nützlich sein.
  • Nicht zuletzt das Gewicht von weniger als zwei Kilo macht es zu einer sehr attraktiven Wahl für die Tourengeher unter uns Fotografen!

Nachteile des Ranger LS-365C + LH-55

  • Der zum Verriegeln der Schnellwechselplatte bestimmte Knauf hat ein ziemlich direkt wirkendes Gewinde. Dies erleichtert das Sichern der Platte, kann sich aber auch schnell einmal lösen.
  • Mit der Dauer eines Fototags wurden die Carbon-Beine sehr kalt. Deshalb wäre es angenehm, wenn wenigstens eines der Beine mit einem Überzug ausgestattet wäre. So würden die Hände länger warm bleiben.

Nur zwei Kleinigkeiten, mit denen sich aber umgehen läßt. Und der erste Nachteil ist nicht wirklich ein Problem, sondern eher etwas, worauf ich bei der Bedienung achten muß. Und Stativbeinhüllen sind jetzt separat erhältlich!

Gertjan Onvlee – Rentier
Gertjan Onvlee – Rentier

Fazit

Mich als Allround-Naturfotograf hat diese Kombination begeistert! Beide, das Stativ LS-365C und der Kugelkopf LH-55, verfügen über Robustheit, Haltbarkeit, Flexibilität und vor allem über die Zuverlässigkeit, die ich von einem Stativ wie von einem Kugelkopf erwarte.

Ich kann verstehen, daß ein Stativ mit fünf Beinsegmenten nicht jedermanns Sache wäre, aber es hat mir viel besser gefallen, als ich zunächst dachte! Für Fotografen, die sich nur auf Landschaftsmotive spezialisiert haben, mag es sinnvoller sein, ein Stativ mit drei Segmenten zu wählen, aber die Reisenden und Tourengeher unter uns Fotografen werden mit diesem schönen Stativ aus der Leofoto Ranger-Serie absolut zufrieden sein!

In puncto Kugelkopf: Ich bin sein großer Fan geworden! Dieser Kugelkopf bietet alles, was ich von einem Stativkopf erwarte. Auch die Arbeit mit Weitwinkelobjektiv hat sich von Anfang an gut angefühlt. Einmal fixiert, hält er die Position felsenfest!

Ein Kugelkopf für alle Aufgaben. Habe ich schon erwähnt, daß ich ein Fan davon bin?


Leofoto: kompromißlose Stative und Zubehör

Leofoto ist eine Marke der Zhongshan Laitu Photographic Equipment Co. Ltd. in Guangdong, China. Durchaus kein Industrieriese, ist das Unternehmen dennoch seit vielen Jahren ein Technologie-Führer unter den chinesischen Fotozubehör-Herstellern. Hochspezialisiert, konzentriert man sich auf die Produktion exzellenter Carbon-und Aluminium-Stative, Kugelköpfe und des kompletten Stativzubehörs. In je zwei CNC- und Montagewerken wird in höchster Präzision in die Serienfertigung umgesetzt, was die innovativen Mitarbeiter der firmeneigenen Meß- und Testzentren entwickeln. Hier entstehen kompromißlose Spitzenprodukte, deren hervorragende Qualität keinen Vergleich mit Stativen bekannter und teurer Marken scheuen muß. Einfach testen und vergleichen! Leofoto Stative und Zubehör in die beste Ausrüstung, die Sie bekommen können.


 
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